26.04.2013 // Quartalsbericht
15.08.2012
Es gibt immer wieder Statistiken die überraschen. Der Suchbegriff „sichere Geldanlage“ führt derzeit die Google Statistik im Bereich Finanzen an und laut aktueller Bundesbankstatistik haben private Haushalte in der Bundesrepublik mittlerweile annähernd 800 Milliarden Euro in täglich fälligen Einlagen angesammelt. Vor Ausbruch der Finanzkrise vor mittlerweile fünf Jahren waren es nicht einmal 500 Milliarden Euro. Zeitgleich befinden sich die Tagesgeldzinsen im freien Fall. Die Zinsranglisten verändern fast täglich ihr Erscheinungsbild – zum Nachteil der Anleger. Die Direktbank DKB zahlt statt 2,05 Prozent nur noch 1,55 Prozent pro Jahr, Barclays statt 2,0 Prozent noch 1,75 Prozent. Die großen Anbieter Bank of Scotland und ING Diba reduzierten zum Monatswechsel ihre Sätze von 2,25 Prozent auf 2,0 Prozent. Bestandskunden der ING Diba bekommen sogar nur noch 1,25 Prozent. Wer mehr Zinsen haben will muss sich entweder länger binden, Festgeldkonten bieten teilweise für zwei Jahre noch drei Prozent, oder auf eher unbekannte Bankhäuser aus dem europäischen Umfeld zurückgreifen. Die Inflation pendelt derzeit noch um die zwei Prozent. Die lautlose Enteignung der Sparer nimmt aber langsam an Fahrt auf.
Rational zu erklären ist das Verhalten der meisten Anleger derzeit nicht. Obwohl das Vertrauen in den Euro stetig abnimmt, wird das Kapital in genau diese Papierwährung umgeschichtet. In einer Zeit, in der sich die Banken untereinander nicht mehr trauen und Ihr Geld bei der EZB zu null Prozent parken, fluten die Privatanleger die Tagesgeldkonten. Getragen von der Nominalwertillusion wird die Realität von vielen Anlegern ausgeblendet. Dabei haben die niedrigen Zinsen dramatische Folgen für die Altersvorsorge und das Vermögen – und die meisten Sparer und Anleger haben das überhaupt noch nicht realisiert. Was ist zu tun?
Die Lösung liegt in einer
Vermögensstruktur, die die Ziele und Wünsche der Anleger widerspiegelt. Die
Finanzplanung bietet hierfür die ideale Ausgangsposition. Durch die
systematische Abbildung der bestehenden Vermögenspositionen und die Zuordnung
zu einzelnen Anlageklassen, kann eine weiterführende Planung vorgenommen
werden. Auf einen Blick erhalten Sie alle notwendigen Informationen zu Ihrer
Vermögensallokation. In einem zweiten Schritt kann die Vermögensentwicklung
unter besonderen Szenarien, vor allem unter einem „worst-case“ Szenario, betrachtet
werden. Wie verhält sich Ihre Vermögensentwicklung unter negativen Realzinsen?
Reicht Ihre bestehende Altersvorsorge aus oder erreicht
die Versorgungslücke
durch die Krise eine existenzbedrohende Höhe? Diese Fragen lassen sich anhand
eines Finanzplanes beantworten.
Gerade die Politik der finanziellen Repression stellt viele, vor allem konservative Anleger, vor neue Herausforderungen. Ein Umschichten in Sachwerte ist derzeit nahezu unumgänglich. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Aktienquoten erhöht werden sollten.
Viele Investoren scheuen allerdings nach wie vor eine Investition in Aktienfonds. Die schweren Rückschläge des letzten Jahrzehnts haben die Anleger verunsichert. Dabei wird oft übersehen, dass das wesentliche Risiko von Aktienfonds das Schwankungsrisiko ist. Je langfristiger eine Position gehalten werden kann, desto höher der durchschnittliche Ertrag. Dies wird deutlich, wenn man sich die Entwicklung einiger bekannter Investmentfonds anschaut. So hat beispielsweise der DWS Vermögensbildung I, aufgelegt am 1.12.1970, seitdem eine durchschnittliche Wertentwicklung von 7,74 Prozent p.a. (Stand. 09.08.2012), der Fidelity European Growth, aufgelegt 01.10.1990, kommt seitdem auf 9,50 Prozent p.a.. In diesen Zahlen sind die großen Krisen der letzten Jahre enthalten.
Selbstverständlich
lassen sich solche Wertentwicklungen nicht ohne weiteres für die Zukunft
fortzuschreiben. Die Herausforderungen für Anleger liegen im Wesentlichen in
einer vorrausschauenden Liquiditätsplanung. Zu welchem Zeitpunkt brauche ich wie
viel Geld? Wer eine solche Frage für sich beantworten kann, dem eröffnen sich
in der Vermögensanlage völlig neue Möglichkeiten. Risiken erscheinen dadurch in
einem völlig anderen Blickwinkel. Bei vielen bundesdeutschen Haushalten ist die
gehaltene Liquiditätsquote zu hoch. Hintergrund ist oft ein diffuses Bedürfnis
zu jeder Zeit über das Kapital verfügen zu können. Damit werden reale
Renditechancen vertan. Das unsichtbare Risiko einer „schleichenden Inflation“
ist wesentlich realer.
Gerne unterstützen wir Sie bei Ihrer Liquiditäts- und Vermögensplanung. Mit unserer Din-Norm zertifizierten Finanzplanung geben wir Ihnen die ideale Entscheidungshilfe. Unterziehen Sie Ihr Vermögen einem Risikocheck. Ausgehend von Ihrem Status-quo, optimieren wir Ihre Vermögensstruktur und immunisieren Ihre Kapitalanlagen gegen den schleichenden Wertverlust. Mithilfe einer individuellen Szenarienberechnung stellen Sie schnell fest, ob Ihre derzeitige Vermögensstruktur zu Ihren Wünschen und Zielen passt. Rein statistisch ist der Monat September der gefährlichste Monat für die Weltwirtschaft. Eine Studie belegt, dass in den vergangenen Jahrzehnten mit Abstand die meisten Finanzkrisen im September begonnen haben. Ist ihr Vermögen darauf vorbereitet? Sprechen Sie uns bitte darauf an.
verantwortlicher Redakteur: Diplom-Kaufmann Markus Richert
Stand: 15.08.2012